Überwintern in Spanien – Schluss mit Kälte! Ab in die Sonne!

Es klingt sehr verlockend, dem kalten und nassen deutschen Winter zu entkommen und stattdessen diese usseligen Monate in der Sonne des Südens zu verbringen. Und gerade jetzt, in einer Zeit, in der es nicht ganz sicher ist, dass wirklich jeder in Deutschland diesen Winter durchgängig eine warme Wohnung haben wird – Wer hätte noch vor 1 Jahr gedacht, dass wir uns in einem so wohlhabenden Land jemals diese Frage stellen müssten? – beschäftigen sich mehr Menschen als jemals zuvor mit dem Thema. Überwintern in Spanien – Passt das für mich? Wo ist es im Winter in Spanien am wärmsten? Was für Kosten kommen auf mich zu? Ist Spanien ein sicheres Reiseland? Was muss ich über die Anfahrt wissen? All diese Frage und noch mehr werde ich dir in diesem Artikel beantworten.

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Überwintern in Spanien – Passt das für mich?

Diese Frage habe ich mir vor meiner ersten Reise nach Spanien im Winter gestellt. Wie warm ist es überhaupt? Lohnt sich die weite Anreise? Beginnen wir daher zuerst mit den Fragen, wo es in Spanien im Winter am wärmsten ist.

Wo ist es in Spanien im Winter am wärmsten?

In Nordspanien ist es im Winter auch recht kalt. Trotzdem müsst ihr für angenehme Temperaturen nicht ganz bis nach Andalusien runterfahren. Ab Alicante ist es schon angenehm warm. Ich habe den Dezember 2021 in Südspanien verbracht und es waren zwischen 15 und 22 Grad vor Ort. Es ist einfach nur herrlich, im Winter Tage zu haben, an denen man in T-Shirt die Sonne genießen und so richtig auftanken kann!

T-Shirt Wetter beim Überwintern in Spanien
In Spanien im Winter die Sonne genießen

Insgesamt gab es vor allem an der Küste viele windige Tage und auch nachts gehen die Temperaturen ordentlich nach unten. Gerne unter 10 Grad, aber in meinen 4 Wochen gab es an der Küste keinen Frost. Packt euch also trotzdem warme Kleidung ein.

Wenn ihr von der Küste ins Landesinnere fahrt, beginnen die komplette Küste hinunter direkt die Berge und es ist meist ein gutes Stück kälter bis sogar winterlich.

Da ich als Frau alleine im Camper unterwegs bin, war für mich die Frage der Sicherheit auch noch sehr wichtig. Deswegen…

Ist Spanien ein sicheres Reiseland?

Für mich lässt sich diese Frage leider nicht mit einem klaren „ja“ beantworten, denn in Spanien gibt es bedauerlicherweise schon deutlich mehr Kriminalität als in Deutschland. Menschen selbst werden selten überfallen, aber dass Fahrzeuge, und vor allem Camper mit einem ausländischen Kennzeichen, aufgebrochen werden, steht bedauerlicherweise auf der Tagesordnung. Deswegen gebe ich nun zahlreiche Tipps, die ich vor meiner Reise gesammelt habe, an euch weiter.

Tipps, für eine möglichst sichere Überwinterung in Spanien

Übernachtung im Camper

Erst mal vorweg ein paar allgemeine Worte zum Freistehen, bevor wir zum Punkt der Kriminalität kommen. Freistehen ist in Spanien mittlerweile ein heiß diskutiertes Thema. Die Massen an Wohnmobilen haben in den letzten Jahren immer mehr zugenommen und das Freistehen hat an vielen Stellen überhandgenommen und wird von Einheimischen auch immer weniger gern gesehen. Auch, weil sich einige Camper einfach nicht benehmen können. Müll wird nicht wieder mitgenommen, Grauwasser und teilweise sogar die Chemietoilette einfach in der Natur entsorgt und an vielen bekannten Freistehplätzen häuft sich das Toilettenpapier hinter den ersten Büschen. Ekelhaft…

Tipp: Auch im Mini-Camper kann man gut eine Chemietoilette mitnehmen. Mit dieser hier bin ich seit 3,5 Jahre zufrieden unterwegs. Absolut geruchsdicht, klein und praktisch.

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Deswegen gibt es auch in Spanien immer mehr Verbote für Wohnmobile, die aber an zahlreichen Orten häufig ignoriert werden und diese Plätze werden auch immer regelmäßiger von der Polizei geräumt. Für mein Empfinden sollten die Wünsche des Gastlandes respektiert werden.

Kommen wir nun aber zur Kriminalität in Bezug auf das Freistehen. Auch von diesem Gesichtspunkt her würde ich euch empfehlen, nur auf offiziellen Stell- oder Campingplätzen zu übernachten, denn es ist nicht selten, dass Camper in der Nacht aufgebrochen und, soweit möglich, ausgeräumt werden. Ich war auf den ersten Plätzen echt erstaunt, dass die Campingplätze fast alle mit einem hohen Zaun und einem Tor, für das man einen Code braucht, ausgestattet sind. Das kannte ich aus meinen bisherigen Reiseländern so nicht. Es ist für mein Empfinden zwar traurig, dass es offenbar notwendig ist, hat mich aber ruhig schlafen lassen.

Wintercamping beim Überwintern in Spanien
Eingezäunter Campingplatz

Als ich mich für Dezember 2020 informiert habe bezüglich Kriminalität und Übernachtung im Camper, habe ich meist die Empfehlung gelesen, nicht frei zu stehen und auf offiziellen Stell- und Campingplätzen zu übernachten. Dieses Jahr (2022) lese ich aber tatsächlich vermehrt und regelmäßig von nächtlichen Einbrüchen auf Campingplätzen, sodass man leider mittlerweile sogar empfehlen muss, darauf zu achten, dass die Plätze tatsächlich auch komplett eingezäunt und nachts nicht zugänglich sind. Traurig, aber wahr.

Falls ihr trotzdem Freistehen möchtet hier ein paar Tipps:

  • Lasst keine Wertsachen oder Papiere im Fahrer- oder Beifahrerbereich. Nehmt sie mit nach hinten.
  • Spannt am besten einen Gurt zwischen Fahrer- und Beifahrertüre, damit diese bei eventuellem Aufbrechen nicht geöffnet werden können.
Parken & Einkaufen

Leider ist das Parken mit Verlassen des Pkws oder Wohnmobils in Spanien mit der Gefahr verbunden, dass man zurückkommt und das Fahrzeug komplett ausgeräumt ist. Und zwar wirklich komplett, nicht nur die Wertsachen. Es fehlen bei genügend Zeit auch sämtliche Klamotten, Bettzeug, Haushaltssachen – alles! Ein besonders hohes Risiko besteht in der Nähe von Städten, wobei es rund um Barcelona am schlimmsten sein soll. Daher der Tipp: stellt euer Wohnmobil sicher auf einem Campingplatz ab und fahrt mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt.

Selbst das Fahren mit dem Camper ist in Barcelona leider nicht ohne. Meine Physiotherapeutin hat mir berichtet, dass ihnen an einer Ampel etwas unter die Reifen geworfen wurde, was diese zerstochen hat. An der nächsten Ampel wurden sie dann angehalten und auf den Platten aufmerksam gemacht und in ein Gespräch mit „Hilfsangebot“ verwickelt. In dieser Zeit wurde hinter ihrem Rücken versucht, das Fahrzeug auszuräumen. Aber Barcelona lohnt sich als Stadt auf jeden Fall! Ich liebe Barcelona und hatte dort herrliche Tage!

Vor der Sagrada Familia in Barcelona
Vor der Sagrada Familia in Barcelona

Wenn ihr trotz des Risikos gerne mit dem Wohnmobil hinfahren möchtet, empfehle ich euch vorher bei Google Maps und oder z. B. park4night die Bewertungen der Parkplätze durchzulesen. Es gibt leider wirklich Parkplätze, bei denen mindestens jeder zweite Eintrag eine Warnung vor diesem Parkplatz ist, weil der Besitzer auch bei nur kurzem Parken ausgeraubt wurde.

Beim Einkaufen wird empfohlen, dass immer eine Person im Auto bleibt, denn auch hier gibt es Banden, bei denen eine Person dem Halter in den Supermarkt folgt, diese beobachtet und andere in der Zeit den Camper leerräumen.

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Das alles soll euch nun nicht den Spaß am Überwintern in Spanien nehmen und ihr werdet bestimmt auch Aussagen hören wie „Wir fahren schon seit 20 Jahren nach Spanien und uns ist noch nie etwas passiert“. Es soll euch animieren, mit offenen Augen durch dieses Land zu reisen und eventuell vorsichtig zu sein.

Natur & Tiere

Eine weitere Sache, die ich in Spanien als sehr unschön empfunden habe, ist der Umgang mit der Natur und an einigen Stellen leider auch mit Tieren. Man muss enttäuschenderweise ganz klar sagen, dass Spanien bis auf wenige Ausnahmen ein sehr dreckiges und zugemülltes Land ist. Überall am Straßenrand liegt massenhaft Müll und Schutt und zahlreiche Gewässer sind bedeckt von Plastikabfällen. Es wirkt so, als wären bei verschiedenen Bauprojekten die überschüssigen Baumaterialien einfach vor Ort liegengelassen worden. Gefühlt wird an jeder zweiten Ecke in irgendeinem Garten oder Hof etwas verbrannt. Wenn einem die Natur und Umwelt am Herzen liegen, ist das schwer zu ertragen.

Müll im Fluss
Müll in der Natur ist in Spanien leider keine Seltenheit

Auch nicht schön sind an einigen Stellen der Umgang und die Haltung von Tieren. Ich bin 4500 Kilometer durch dieses Land gefahren und habe genau 1 Pferd draußen gesehen. Eins! Da in Spanien aber zahlreiche Pferde beheimatet sind, müssen sie ja alle irgendwo ausschließlich in Ställen leben und keinen Freilauf bekommen. Und wie es teilweise den Hunden in Spanien geht, vor allem den Podencos und Galgos, möchte ich lieber gar nicht schreiben, da ich dann anfangen könnte zu heulen. Und es soll ja auch kein Artikel werden, in denen ich diese Umstände in Spanien ausgiebig breit trete, aber ihr solltet einfach wissen, was euch erwartet. Nur so könnt ihr einschätzen, ob Überwintern in Spanien das Richtige für euch ist.

Des Weiteren möchte ich noch erwähnen, dass ich persönlich die Natur als recht eintönig empfunden habe. Klar, die ganze Küste hinunter ist es wirklich sehr, sehr schön, aber sobald man etwas ins Hinterland kommt, ist eigentlich überall nur Geröll und karger Bewuchs. Es ist halt ein sehr heißes Land und auch dort zu dieser Zeit Winter. Aber dadurch hat mir als Naturliebhaber ehrlich gesagt die Abwechslung gefehlt. Es war nicht einfach, schöne Wanderungen in einmaliger Natur zu finden. In den ganzen 4 Wochen sind mir nur 3 schöne Touren im Gedächtnis geblieben und mein Favorit war meine Runde in der Tabernas Wüste. Für alle, die Interesse an der kurzen Rundwanderung haben, verlinke ich sie hier bei Komoot.

Wüste Tabernas
Wüste Tabernas

Wo überwintert man in Spanien am besten?

Wie oben schon geschrieben sind die Temperaturen von Alicante bis in den Süden auch im Winter sehr angenehm. Daher eignen sich zum Überwintern die Costa Blanca, Costa Calida, Costa de Almeria, Costa Tropical und die Costa del Sol. Die ganze Küste hinunter ist es im Landesinneren deutlich kälter und fast alle Überwinterer halten sich an der Küste auf. In Andalusien allerdings ist es auch abseits der Küste ordentlich warm. In Sevilla zum Beispiel herrschten teilweise 25 Grad im Dezember.

Camping am Meer beim Überwintern in Spanien
Camping am Meer

Die Anfahrt nach Spanien

Um nach Spanien zu kommen, müsst ihr von Deutschland aus kommend durch Frankreich durch. Die meistbefahrene Strecke führt von Lyon über Valance, Béziers nach Figueres in Spanien und weiter nach Barcelona. Das wissen allerdings auch gewisse Banden und daher ist besonders auf diesem Streckenabschnitt vorsichtig angesagt. Haltet, wenn irgendwie möglich, auf keinem Rastplatz an, auch nicht zum Tanken. Tankt vorher und fahrt die Strecke durch. Übernachtet auf keinen Fall auf einem dieser Rastplätze, denn hier sind nächtliche Überfälle wirklich an der Tagesordnung! Wenn ihr auf diesem Streckenabschnitt eine Zwischenübernachtung einlegen möchtet, fahrt unbedingt von der Autobahn ab und stellt euch auf einen offiziellen Wohnmobilstellplatz oder einen Campingplatz. Eure Sicherheit ist das Geld und die zusätzliche Zeit auf jeden Fall wert!

Auch ist es eine Masche, dass euch mit Lichthupe oder Ähnlichem bei der Fahrt mitgeteilt wird, dass an eurem Fahrzeug irgendetwas nicht stimme und ihr werdet zum Anhalten aufgefordert, um euch dann zu überfallen.

Sowohl in Frankreich als auch in Spanien kosten viele Autobahnen Maut. Diese wird an Mautstationen an Schaltern zum Durchfahren bezahlt. Bezahlen könnt ihr bar oder mit Karte. Eine Vignette oder Ähnliches braucht ihr vorab nicht zu kaufen.

Wintercamping Spanien

An der Küste entlang haben ab in etwa Valencia im Winter in Spanien die meisten Campingplätze geöffnet. In Katalonien solltet ihr euch vorab erkundigen, ob der Platz tatsächlich offen ist. Ebenso, wenn ihr etwas in Landesinnere fahrt. Liegt dort keine hochfrequentierte Sehenswürdigkeit, werden die Campingplätze in aller Regel im Winter geschlossen haben.

Als erste Zwischenübernachtung kann ich euch zum Beispiel das Ebro Delta empfehlen. Hier gibt es gleich 5 Wohnmobilstellplätze, teilweise kostenlos, und auch diverse Campingplätze. Der Ebro ist der größte Fluss Spaniens und an seinem Mündungsdelta befindet sich ein großes Feuchtgebiet, das größte Reisanbaugebiet Spaniens. Außerdem gibt es schöne Strände zum Spazierengehen und einige Stellen, an denen ihr Flamingos beobachten könnt.

Ebro Delta

Auf fast allen Campingplätzen habe ich spontan einen Platz bekommen, aber an manchen beliebten Küstenregionen war ohne Reservierung nichts zu machen und alles ausgebucht. Hunde sind in Spanien auf den meisten Campingplätzen erlaubt und auch recht günstig.

Adapter für Gasflaschen in Spanien

Noch ein Hinweis: Für Spanien braucht ihr einen speziellen Adapter für eure Gasflaschen:

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Kommen wir nun zu den Kosten.

Überwintern in Spanien Camping Kosten?

In Spanien sind die Campingplätze im Großen und Ganzen recht günstig. Bis auf wenige Ausnahmen in der Nähe von Touristenhotspots habe ich immer zwischen 10 und 25 Euro bezahlt für meinen Van mit einer Person und 2 Hunden. Strom kommt meist noch obendrauf, falls ihr ihn benötigt. Viele Campingplätze bieten Sonderpreise für Überwinterer an, die einen längeren Zeitraum bleiben. Öffentliche Stellplätze sind nicht selten kostenlos, dann aber auch nicht eingezäunt.

Eingezäunter Campingplatz zum Überwintern in Spanien
Eingezäunter Campingplatz zum Überwintern

Das Niveau der Campingplätze weist sehr große Unterschiede auf. Es gibt richtig schöne gepflegte Plätze mit modernen Sanitäranlagen und angenehmen Entsorgungsmöglichkeiten aber auch recht heruntergekommene Areale mit sehr veralteten Bädern, wechsel- oder nur lauwarmen Duschen und echt grenzwertiger Entsorgung. Wie auch in anderen Ländern hilft es hier, die Bewertungen vorab durchzulesen.

Ich habe in meinen 4 Wochen zahlreiche Plätze angefahren und es wird einen extra Artikel zu meinen liebsten Campingplätzen gehen. Wenn du diesen nicht verpassen möchtest, dann melde dich gerne zum kostenlosen Newsletter an.

Kosten für Lebensmittel

Ein wirklicher Vorteil von Spanien ist, dass die Lebensmittel recht günstig sind. Allerdings gibt es viele Artikel wie zum Beispiel Duschgel oder Shampoo häufig nur in Großpackungen. An sich ja nicht schlecht, aber fürs Campen aufgrund der Größe ungeeignet. Daher mein Tipp: besorgt euch vor der Reise kleine Fläschchen zum Umfüllen, damit auch alles in euren Kulturbeutel passt.

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Auch wenn ihr Essen geht, müsst ihr an den meisten Orten dafür nicht viel Geld in die Hand nehmen und bekommt viele Gerichte für unter 10 Euro.

Günstiges Essen machen das Überwintern in Spanien für wenig Geld möglich
Günstiges Essen

Zusammengefasst: Wer mit dem Camper unterwegs ist und nicht täglich essen geht, sondern selbst kocht und vor Ort keine Hunderte Kilometer fährt, kommt mit 2 Personen mit um die 1000 Euro im Monat in Spanien gut über die Runden.

Überwintern in Andalusien Erfahrungen

Viele der Überwinterer, die länger bleiben, zieht es nach Andalusien. Denn wie schon geschrieben ist es hier nicht nur an der Küste, sondern auch im Landesinneren schön warm im Winter. Dadurch steht euch ein abwechslungsreicheres Freizeitprogramm zur Verfügung. Außerdem ist vieles in Andalusien für mein Empfinden schöner, als weiter im Norden. Es sind mehr Häuser hübsch gestaltet und mit Blumen geschmückt.

Hübsche Häuser beim Überwintern in Andalusien
Hübsche Häuser in Andalusien

Es ist in Andalusien wenigstens etwas sauberer und auch viele sehenswerte Orte wie Ronda, Sevilla, Cádiz oder die Alhambra liegen in Andalusien.

Senioren Überwintern in Spanien

Gerade unter Rentner ist Überwintern in Spanien sehr beliebt, bzw. überhaupt möglich, denn wer hat schon einen Job, in dem er auch von Spanien aus arbeiten kann? Daher sind auf den Campingplätzen im Winter hauptsächlich Senioren anzutreffen. Viele Plätze habe die Wichtigkeit dieser Gäste für sie erkannt und ihre Plätze an die Bedürfnisse von Langzeiturlaubern angepasst. So gibt es auf einigen Plätzen neben Bars und Restaurants auch Wellnessbereiche, Fitness-Center, Freizeitangebote und Beschäftigungsmöglichkeiten. Teilweise wird sogar Physiotherapie angeboten oder es gibt einen Friseur auf dem Platz.

Viele Senioren berichten, dass sie bei ihrer Überwinterung in Spanien mehr zu tun haben als zu Hause. Soziale Kontakte werden geknüpft und auf vielen Plätzen entsteht über die Zeit das Gefühl einer kleinen Familie, die teilweise jedes Jahr wieder zusammenkommt.

Überwintern in Spanien mit Hund

Für alle Überwinterer mit Hund geht es hier zum ausführlichen Artikel über Urlaub mit Hund in Spanien. Da erfährst du alles über die Einreisebestimmungen, wie es mit Hunden in öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxis so aussieht, Leinenzwang, Maulkorb, Hunde am Strand und in Restaurants und vieles mehr.

Überwintern in Spanien mit Hund
Überwintern in Spanien mit Hund

Anmeldung für die Überwinterung in Spanien

Offizielle ist es eigentlich vorgeschrieben, dass jeder, der sich länger als 3 Monate in Spanien aufhält, sich dort offiziell beim spanischen Einwohnermeldeamt anmelden muss. Falls ihr mit Hund unterwegs sein solltet, unterliegt dieser ab dann auch dem spanischen Recht und muss eine jährliche Tollwutimpfung vorweisen können.

Mein Fazit zum Überwintern in Spanien

Mich persönlich hat die Kriminalität in Spanien zugegebenermaßen sehr gestresst. Durch die Vorstellung, vom Hundespaziergang oder Stadtbesuch zurückzukommen und der komplette Camper ist eventuell ausgeräumt oder gar geklaut, habe ich vieles, was ich eigentlich gerne gemacht hätte, bleiben lassen. Einfach, weil es mir das Risiko und der damit verbundene potentielle Stress das nicht wert war.

Aber über den Winter in der Sonne zu sein und lange Tage mit viel Licht zu haben ist schon einfach traumhaft und ich habe jeden Sonnenstrahl in mich aufgesaugt. Daher: Würde ich es wieder tun? Diese Frage habe ich mir selbst häufig gestellt und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich zuerst andere Länder zum Überwintern testen würde. Als Nächstes wohl Portugal, aber so wie ich es bisher gelesen habe, sind dort die Punkte, die mich persönlich in Spanien gestört haben, dort auch nicht besser. Eventuell auch mal Italien oder Griechenland.

Aber im Großen und Ganzen: Ja, ich würde wieder zum Überwintern nach Spanien fahren, aber mit einer anderen Erwartungshaltung. Ich wollte dieses Mal einfach viel vom Land sehen und, so wie ich es eigentlich immer mache, auf einem Roadtrip durchs Land fahren und mir viele verschiedene Orte und Sehenswürdigkeiten anschauen. Für eine erholsame Zeit in Spanien müsste ich mir entweder eine entspanntere Haltung anlegen, was das eventuelle Ausräumen meines Campers angeht oder meine Erwartungen an den Urlaub ändern und nicht so viel durch die Gegend fahren. Mit dem Plan, einfach die Zeit in der Sonne zu verbringen und auf dem Campingplatz in erster Linie an meinem Blog zu arbeiten, Bücher zu lesen oder sonst was und Ausflüge mit dem Fahrrad oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu machen, wäre ich wahrscheinlich auch in Spanien sehr glücklich. Denn als Mensch habe ich mich bis auf wenige Ausnahmen immer sicher gefühlt.

Noch mehr Tipps zum Thema findest du in diesen Reiseführern:

Beliebte Reiseführer zum Überwintern in Spanien

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Oder seid ihr euch noch nicht ganz sicher, ob es tatsächlich Spanien zum Überwintern werden soll? Dann bringen auch diese zwei Bücher vielleicht noch etwas Inspiration:

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Weitere Artikel

  • Oder soll es vielleicht doch eher ein Winterurlaub in Deutschland sein? Dann habe ich hier 15 Ideen von Nord nach Süd für dich, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen.

Warst du auch schon zum Überwintern in Spanien? Wie hat es dir gefallen? Hast du noch ergänzende Tipps? Schreibe mir gerne in die Kommentare. Ich freue mich, von dir zu lesen!

10 Gedanken zu „Überwintern in Spanien – Schluss mit Kälte! Ab in die Sonne!“

  1. Vielen Dank für deinen ausführlichen und ehrlichen Bericht! Es war mir gar nicht so bewusst, dass Spanien als so unsicher gilt. Das macht natürlich nicht so viel Laune den Camper allein zu lassen und auf Entdeckungstour zu gehen. Eigentlich würden wir auch gerne mal in Spanien überwintern, aber vielleicht wird es doch wieder Griechenland werden, da haben wir uns sehr wohl und sicher gefühlt (als zwei Frauen im Van).

    Antworten
    • Liebe Anna,

      generell ist Spanien kein soooo unsicheres Land. Nur auf die Campingfahrzeuge habe es einige leider abgesehen. Da ist ja auch meist viel zu holen, mit Wertsachen und häufig ja auch Laptop, Kamera, teilweise TV und der halbe Hausstand. In Spanien gibt es schon Ecken mit sehr viel Armut. Einmal bin ich zufällig an einem richtigen Slum vorbeigekommen, wo die Menschen unter Planen, die zwischen Paletten gespannt waren, gehaust haben. Da kann man es natürlich schon irgendwie verstehen, wenn so am Existenzminimum gelebt wird.
      Griechenland würde ich mir auch gerne mal anschauen, wobei da auch eine Bekannte erst letzte Woche erzählt hat, dass sie dort nachts im Camper gerade erst überfallen wurden.

      Liebe Grüße,
      Sina

      Antworten
  2. Liebe Sina,
    richtig gute, ehrliche Zusammenstellung deiner Erfahrungen! Ich habe letztes Jahr in Sevilla überwintert (Oktober–März) und habe Andalusien mit dem Mietwagen erkundet. Ich fand es wunder, wunderschön und habe ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. Aber wie du schon schreibst, gibt es in Spanien natürlich regionale Unterschiede und Andalusien ist per se schon sehr sauber und gepflegt und die Natur beeindruckend. Zur Sicherheit kann ich nicht viel sagen, unser Mietwagen ist auf jeden Fall unaufgebrochen geblieben! Zum Überwintern kann ich Andalusien allen nur sehr ans Herz legen 🙂
    LG Julita

    Antworten
    • Liebe Julita,

      in Andalusien hat es mir auch am besten gefallen. Leider hatte ich dort nur recht wenig Zeit, da es mit dem Camper und nur 4 Wochen Zeit einfach recht weit ist und ich mir viele Stationen auf dem Weg dorthin schon angeschaut habe. Das nächste Mal würde ich auch schauen, dass ich möglichst schnell nach Andalusien komme. Dort gibt es auch noch sehr viel, das ich gerne noch sehen möchte.
      Mit Mietwagen wäre ich auch entspannt. Aber im Camper sind so viele wichtige Dinge drin und man kann ja nicht alles auf einen Ausflug mitnehmen. Und das wissen natürlich auch die Übeltäter und man kommt mit Camper recht schnell ins Visier. Leider.

      Liebe Grüße,
      Sina

      Antworten
  3. Liebe Sina

    Naja, irgendwie hat es mir ein bisschen die Lust genommen, mit dem Camper nach Spanien zu reisen. Ganz sicher ist es nicht überall so, dass jemand ausgeraubt wird. Es kommt ja auch immer darauf an, wo man wann ist. Aber mittlerweile lese ich immer wieder, dass Einbruchsicherheiten für Camper auf den Markt kommen.

    Vielleicht dann lieber doch gleich mit dem Van auf eine der vielen spanischen Inseln. Inselleben ist doch eh immer herrlich.

    Liebe Grüsse
    Lisa

    Antworten
    • Liebe Lisa,

      ja, es gibt natürlich regionale Unterschiede. Am schlimmsten soll es um Barcelona herum sein, was ich persönlich sehr schade finde, da ich Barcelona liebe!

      Wenn es dich auf eine der spanischen Inseln verschlägt, dann berichte gerne mal von deinen Erfahrungen!

      Liebe Grüße,
      Sina

      Antworten
  4. Ich glaube, du hast dein subjektives Empfinden „gegen“ Spanien nie richtig ablegen können. Als alleinreisende Frau auch nachvollziehbar. Ich reise sehr oft im Camper umher und finde gerade Spanien (ausser Region Barcelona) nicht gefährlicher als Italien oder Frankreich. Ironie des Schicksals: ich hörte hier in Spanien von einigen Reisenden, dass sie in Schweden ganz schlechte Erfahrungen mit Einbrüchen in Camper gemacht haben. Das Sicherheitsempfinden bleibt wohl eine ganz persönliche Ansichtsache.
    Und deinen Bericht über die Rentner teile ich die Ansicht auch nicht so. Es sind für mich vor allem 2-er Kisten, welche um 09.00 aus ihrem Plastik-Dickschiff aussteigen, ihre Hunde abkacken lassen, um dann mit dem E-Minifahrrad eine Runde um den Stellplatz zu machen. Danach folgt Mittagessen, evtl. noch Apérozeit um sich dann gegen 17.00 Uhr, wenn‘s kühl wird, wieder in die Kiste zu verabschieden. Satellitenschüsseln werden dann in Postion gefahren und um 22.00 ist dann jeweils Totenstille auf den Plätzen.

    Antworten
    • Ich denke nicht, dass ich ein grundsätzliches Empfinden gegen Spanien habe. Vor 4 Jahren war ich mit dem Flieger und ohne meine Hunde in Barcelona und habe es geliebt! Für mich persönlich war es „nur“ mit dem Camper stressig, einfach wegen des Kopfkinos „Was ist, wenn es passiert?“ Schlimm genug, wenn dann alles weg ist, aber da ist ja auch noch die Frage, was ich dann alleine mit 2 Hunden mache? Wenn der Camper in die Werkstatt muss, muss ich ja irgendwo wohnen. Und mit 2 Hunden ist das in Spanien nicht immer einfach was zu finden. Und ich habe einfach auch schon Berichte gelesen, wo während der Zeit des Einkaufens der Camper mit samt den Hunden drin geklaut wurde. Das ist meine absolute Abtraumvorstellung, dass plötzlich meine Hunde weg sind und ich nicht weiß, was mit ihnen passiert! Das ist für mich einfach kein Urlaub der Welt wert!

      In Schweden habe ich das auch schon gehört. Allerdings „nur“ um Göteborg und Malmö herum. Der Rest des Landes ist laut Erfahrungsberichten schon sehr sicher. Und klar, Italien und Frankreich sich auch nicht besser – das stimmt. Laut einer Statistik, die ich mal gelesen habe, ist Frankreich auf Platz eins der Kriminalität der Urlaubsländer – wenn ich es richtig im Kopf habe – von Europa.

      Bei den Rentnern kommt es natürlich darauf an, was jeder aus dem ihm angeboten Freizeitprogramm macht. Aber Möglichkeiten sind auf vielen größeren Plätzen schon da.

      Antworten
  5. Moin,
    wir wollen ab Januar 23 auch mal für 2-3 Monate einen „Fluchtversuch“ unternehmen.
    Haben wir vor 3 Stunden beschlossen 🤷‍♂️😂
    Vor ein paar Jahren haben wir leider auch die Erfahrung „Aufbruch unseres Wohnmobiles während wir 25 Min. einkaufen waren“ in der Nähe von Alicante gemacht…trotz 2 (kleinen) Hunden im WoMo. Aber Hauptsache keiner ist zu Schaden gekommen.
    Wie werden wohl irgendwo in Andalusien einchecken…kaufen uns extra dafür zeitnah einen zusätzlichen Wohnwagen, da der 6m VW Camper für 2Erw und 3 Hunde für so eine lange Zeit dann doch zu klein ist.
    Ich bin echt mal gespannt ob wir es dort so lange aushalten können…😂

    Die Info aus dem Bericht waren gut und unterhaltsam…herzlichen Dank dafür.

    Gruß von Frank und Sille

    Antworten
    • Hallo ihr beiden,

      das tut mir leid zu hören, dass ihr Opfer eines Aufbruchs geworden seid. Aber gut, dass auch euren Hunden nichts passiert ist und sie trotz des Aufbruchs noch im Camper waren! Ich wünsche euch, dass es bei eurem nächsten Besuch ohne negative Ereignisse abläuft!

      Und natürlich freut es mich, dass euch mein Bericht gefallen hat.

      Liebe Grüße,
      Sina

      Antworten

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